Die Geschichte der Pleister Mühle

Landgasthof Pleister Muehle Geschichte

Die „Pleister Mühle“ kann auf eine lange Tradition zurückblicken.

Sie gilt als die älteste Gaststätte der Bauernschaft Werse. Der erste Brandweinausschank wurde nachweislich 1808 genannt, als Wilhelm Schopmann Müller auf Pleister Mühle war und somit den gastronomischen Grundstein an der Werse legte.

Auch die einstigen Flößer wussten die Gastlichkeit des Hauses zu schätzen. Mitte des 19. Jahrhundert gelangte da es für den Schiffsbau bestimmte Holz von der Werse über die Ems nach Papenburg.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckten die Münsteraner die Werse als Wassersportgebiet. Hier begann die Geschichte der münsterischen Rudervereine, eine Tradition, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut und der es letztendlich zu verdanken ist, dass die Kaffeehäuser in dieser Gegend auch im 3. Jahrtausend noch Treffpunkt für Jung und Alt sind.

Inspiration für Poeten

Landgasthof Pleister Muehle Poesie_Loens

Herman Löns

Hermann Löns (1866 – 1914), gilt noch heute als Dichter der „Lüneburger Heide“ stammt jedoch väterlicherseits aus westfälischem Bauerngeschlecht und mütterlicherseits aus einer westfälischen  Apothekerfamilie. Nach Beendigung seiner Schule in Münster studierte er Naturwissenschaften und Medizin in der Westfalenmetropole, allerdings ohne Abschluss. Er arbeitete als Redakteur bei unterschiedlichen Zeitungen und freier Schriftsteller. Er galt als einer der frühesten und besten deutschen Tierschilderer, bedeutend vor allem durch seine elementare und genaue Beobachtung der Natur.

Landgasthof Pleister Muehle Poesie Wibbelt

August Wibbelt

August Wibbelt (1862–1947) war ein deutscher Geistlicher, westfälischer Mundartdichter und Schriftsteller. Geboren unweit von Münster, in Vorhelm bei Ahlen. Der Theologe verfasste neben zahlreichen Artikeln zu weltanschaulichen Themen in hochdeutscher Sprache humorvolle Dialoge und Erzählungen im Dialekt seiner Münsterländer Heimat. Neben den Figuren wie „Drüke-Möhne“ oder „Vader Klüngelkamp“ erweckte er auch die „Pleister Müll“ zu literarischem Leben. Sein Gedicht „Dat Pöggsken“ (das Fröschlein) lernen Schulkinder, die längst kein Plattdeutsch mehr sprechen, noch bis ins 21. Jahrhundert auswendig.