
Hermann Löns (1866 – 1914), gilt noch heute als Dichter der „Lüneberger Heide“ stammt jedoch väterlicherseits aus westfälischem Bauerngeschlecht und mütterlicherseits aus einer westfälischen Apothekerfamilie. Nach Beendigung seiner Schule in Münster studierte er Naturwissenschaften und Medizin in der Westfalenmetropole, allerdings ohne Abschluss. Er arbeitete als Redakteur bei unterschiedlichen Zeitungen und freier Schriftsteller. Er galt als einer der frühesten und besten deutschen Tierschilderer, bedeutend vor allem durch seine elementare und genaue Beobachtung der Natur.
August Wibbelt (1862–1947) war ein deutscher Geistlicher, westfälischer Mundartdichter und Schriftsteller. Geboren unweit von Münster, in Vorhelm bei Ahlen. Der Theologe verfasste neben zahlreichen Artikeln zu weltanschaulichen Themen in hochdeutscher Sprache humorvolle Dialoge und Erzählungen im Dialekt seiner Münsterländer Heimat. Neben den Figuren wie „Drüke-Möhne“ oder „Vader Klüngelkamp“ erweckte er auch die „Pleister Müll“ zu literarischem Leben. Sein Gedicht „Dat Pöggsken“ (das Fröschlein) lernen Schulkinder, die längst kein Plattdeutsch mehr sprechen, noch bis ins 21. Jahrhundert auswendig.